Welt 16.07.2026
10:41 Uhr

Immer mehr Menschen verunglücken mit E-Scootern – vor allem unter 25-Jährige


Die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Verletzten oder Toten ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Erst in der Nacht zu Mittwoch ist es in Berlin zu einem tödlichen Unfall gekommen.

Immer mehr Menschen verunglücken mit E-Scootern – vor allem unter 25-Jährige
Ein Schiff, das die von den USA verhängte Seeblockade durchqueren wollte, wurde beschossen. (Archivbild) Uncredited/AP/dpa

Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern steigt weiter. 2025 registrierte die Polizei deutschlandweit 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden und somit 38 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Dabei kamen 38 Menschen ums Leben; 1895 Menschen wurden schwer verletzt und 16.184 leicht. Gut vier von fünf Verunglückten (14.936) waren selbst mit dem E-Scooter unterwegs, 822 waren Mitfahrer. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen und lag damals noch bei 508. Dabei sind E-Scooter nur für eine Person zugelassen; Mitfahrten sind verboten. Jeder zweite E-Scooter-Fahrer (50,5 Prozent) verletzte sich durch einen Zusammenstoß mit einem Pkw. So auch in der Nacht zu Mittwoch in Berlin. Ein 50-jähriger E-Scooter-Fahrer ist in Kreuzberg bei einem Unfall mit einem Auto ums Leben gekommen. Er erlag noch vor Ort seinen Verletzungen, teilte die Polizei mit. Der 50-Jährige soll durch den Zusammenstoß mehrere Meter durch die Luft geschleudert worden sein. Überwiegend in Unfälle waren Menschen unter 25 verwickelt: 53,6 Prozent. 83,7 Prozent waren jünger als 45 Jahre, nur 3,1 Prozent älter als 65 Jahre. Das steht im Gegensatz zu Verkehrsunfällen mit Fahrrad oder Pedelec. Dort lag 2025 der Anteil der Verunglückten unter 25 bei 21,4 Prozent. Älter als 65 Jahre waren hingegen 20,9 Prozent. Grund für die Unfälle waren nach Polizeiangaben häufig mehrere Fehlverhalten; mit 21,6 Prozent besonders häufig die falsche Benutzung der Fahrbahn oder der Gehwege. Die E-Scooter-Fahrer müssen, falls vorhanden, Fahrradwege oder Schutzstreifen nutzen und ansonsten auf Fahrbahnen oder Seitenstreifen ausweichen. Das Fahren auf Gehwegen ist hingegen verboten. Fahren unter Alkoholeinfluss Auch war gut jeder zehnte E-Scooter-Fahrer (10,9 Prozent) alkoholisiert. Bei Fahrradfahrern waren es im Vergleichszeitraum 7,7 Prozent, bei zulassungsfreien Krafträdern wie Mofas, S-Pedelecs und Kleinkrafträdern 6,1 Prozent. Allerdings spielen E-Scooter bei Unfällen weiterhin eine vergleichbar kleine Rolle. 2025 registrierte die Polizei insgesamt 297.364 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. An 5,5 Prozent war ein E-Scooter-Fahrer beteiligt. Der Anteil ist im Vergleich zu 2024 allerdings gestiegen. Damals lag er noch bei 4,1 Prozent.